Datenschutz

Diese Woche diskutieren die Teilnehmer auf Webmasterfriday darüber, wie wichtig der Datenschutz ist.

Wer meinen Blog regelmäßig liest, weiß, dass ich dieses Thema sehr wichtig nehme, ich verwende weder Googles Analytics, noch binde ich die Social-Media-Buttons direkt ein. Dass ich mich dazu bekenne, seit jeher die Piratenpartei gewählt zu haben dürfte ebenfalls ein kleiner Hinweis sein.

Die sogenannte EU-Cookierichtlinie und die gesetzliche Umsetzung auch in Deutschland verlangt außerdem, dass Daten auf dem Computer des Besuchers erst gespeichert werden, wenn dieser darüber informiert wurde und zugestimmt hat. Der britische Datenschutzbeauftragte hat auf seiner Website gezeigt wie er sich das vorstellt, nämlich so, dass sich oberhalb der eigentlichen Seite ein Hinweis befindet, dem man dann zustimmen kann – nun, das ist wenig praktikabel, zumal selbst dort bereits bevor man dem zugestimmt hatte, Cookies gesetzt wurden. Allerdings spricht diese Richtlinie auch davon, dass dies über die Einstellungen des entsprechenden Programmes, wie beispielsweise eines Browsers, geregelt werden kann, sofern “möglich und technisch wirksam”. Nun, das ist absolut gegeben, so dass allenfalls Inhalte, die anderweitig abgerufen werden können, sagen wir einmal, ein Server für Onlinespiele, Voicechat oder ähnliches, einer entsprechenden Vereinbarung bedürfen sollten.

Dazu wäre noch nennenswert, dass ich, was den Like-button angeht, nicht wirklich darüber informieren kann, welche Informationen nun übertragen werden – allerdings dürfte derjenige, der diesen Button aktiviert und betätigt bei Facebook angemeldet sein und hat dazu deren Bestimmungen zugestimmt.

Angesichts der Tatsache, dass die meisten Websites den Like-Button direkt einbinden, dürfte ich relativ sicher sein.

Welche Daten erhebe ich direkt?

Ja, gewisse Daten sind zwangsläufig erforderlich, so können beispielsweise keine Seiten ausgeliefert werden, ohne sie an die IP desjenigen, der sie sehen will, zu kennen. Wenn ich außerdem Statistiken erheben will, muss sie zumindest einen Tag gespeichert werden, um sehen zu können, wie viele Besucher meine Seite hat, vermutlich verarbeitet auch meine Sicherheitssoftware die IP-Adressen. Eine Frage, die nicht eindeutig beantwortet wurde ist, ob eine IP-Adresse zu den “personenbezogenen Daten” gehört. Sie jemandem zuzuordnen ist nicht nur schwierig, sondern auch illegal, und zwar sowohl für mich, als auch für den Anwalt, der bemerkt, dass über eine bestimmte IP Filesharing betrieben wird und eine Abmahnung schreiben will.  Wenn er soetwas denn überhaupt überprüft, ich habe schon von Leuten gehört, die eine solche Abmahnung erhalten haben und nichteinmal einen Internetanschluss hatten. Kurzum, ich halte eine IP-Adresse nicht für personenbezogen, wobei man sie wohl personenbezogen “machen” kann.
Wenn beispielsweise google irgendwoher eure Daten hat, und dann die IP-Adresse auch von diversen Seiten, die Google-Analytics verwenden, bekommt, dann kann Google auch zuordnen, welche Seiten ihr aufgerufen habt. Das selbe gilt natürlich auch für Facebook und den Like-Button und vieles mehr.

Auch wenn ich mal Videos von Youtube einbinden sollte, geschieht dies selbstverständlich in der “Datenschutzversion”.

Auch gibt es, was den Datenschutz angeht, diverse Konfliktbereiche, wie beispielsweise die Wissenschaft, Medizin, Informationsfreiheit usw.

Fazit: Ich halte Datenschutz für sehr wichtig, jedoch muss auch erwähnt werden, dass die Gesetzgeber im Online-Bereich nicht nur beim Thema Datenschutz sehr inkompetent sind.

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